
Ab wann lohnt sich ein E-Auto?
Elektroautos vs. Verbrenner im Vergleich
Vor wenigen Jahren waren E-Autos trotz Förderungen noch deutlich teurer als vergleichbare Benziner oder Diesel-Fahrzeuge. Mittlerweile haben sich die Anschaffungskosten der Elektroautos jedoch stark gesenkt, was das Fahren mit Elektromobilität für viele immer attraktiver macht. Doch ab wann lohnt sich ein E-Auto wirklich und wann ist der Umstieg in die Elektromobilität sinnvoll?
In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Kosten beachtet werden müssen, um sagen zu können, ab wann sich ein E-Auto rentiert, nach wie vielen Kilometern sich ein Elektroauto amortisiert und ob sich das mit Strom angetriebene Auto auch für wenig fahrende lohnt.
Ab wann sich ein E-Auto rentiert: Diese Kosten sind zu beachten
Um sagen zu können, ob und ab wann sich ein E-Auto rentiert, müssen zunächst einige Kostenfaktoren beachtet werden. Dazu zählen Anschaffungskosten, Strompreise, Wartungskosten, Steuern, Versicherungskosten und der Wertverlust.
Anschaffungskosten: Häufig sind Elektroautos in der Anschaffung teurer als Verbrenner, haben aber niedrigere Betriebskosten. Langfristig gesehen gleichen diese die hohen Anschaffungskosten aus.
Strompreise: Im Vergleich zu Benzinern sind Kosten für den Strom bei E-Autos etwa 60 Prozent niedriger. Am günstigsten ist das Laden zu Hause oder am Arbeitsplatz.
Wartungskosten: Elektroautos haben um bis zu 59 Prozent geringere Wartungskosten als Verbrenner. Das liegt daran, dass E-Autos Verschleißteile wie Keilriemen, Zündkerzen, Anfahrkupplung oder Öle und Filter, die Verbrennungsmotoren benötigen, fehlen. Zudem müssen bei Überprüfungen des Abgassystems mit Speicherkatalysatoren nicht viele Teile ersetzt werden. Lediglich die Reifen und Bremsen müssen je nach Fahrweise und Autonutzung regelmäßig geprüft und erneuert werden.
Steuern: In Deutschland sind Elektroautos nach Erstzulassung bis zu 10 Jahre von der Kfz-Steuer befreit, was sie im Vergleich zu Verbrennern schon von Anfang an günstiger macht.
Versicherung: Auch ein E-Auto muss versichert werden und unterscheidet sich bei der Kfz-Haftpflicht im Kostenvergleich kaum von Versicherungen für Verbrenner. Da sich Versicherungen bei der Berechnung der Prämie für E-Autos auf die gleichen Faktoren wie bei Verbrennern beziehen, unterscheiden sich die Versicherungskosten in der Regel kaum. Lediglich bei einer Vollkaskoversicherung, müssen zusätzlich spezielle Komponenten für E-Autos abgedeckt werden, was zu teureren Prämien führen kann.
Wertverlust: Ab wann sich ein E-Auto lohnt, hängt auch vom Wertverlust des Fahrzeugs ab. Betrachtet man beispielsweise die ersten 3 Jahre, liegen Benziner im Schnitt bei knapp 70 Prozent ihres Listenpreises, Diesel-Autos liegen bei etwa 68 Prozent und E-Autos erzielen nur 62 Prozent ihres Neupreises nach 3 Jahren. Langfristig gesehen, verringern sich allerdings die Preisunterschiede zwischen Elektroautos und Verbrennern, wobei E-Autos aus dem hohen Preissegment den geringsten Wertverlust aufweisen.
Ab wie vielen Kilometern lohnt sich ein Elektroauto?
Ab wie vielen Kilometern sich ein Elektroauto lohnt, hängt vom Fahrzeugtyp und den Strompreisen ab. Bei geringen Strom- und Anschaffungskosten kann ein E-Auto bereits ab einer jährlichen Laufleistung von 5.000 bis 10.000 Kilometer eine sinnvolle Wahl sein. Wer etwa 15.000 Kilometer im Jahr zurücklegt, kann laut ADAC schon nach 5 Jahren Haltedauer von spürbaren Kostenvorteilen profitieren. Grundsätzlich gilt: Je mehr Kilometer Sie im Jahr fahren, desto eher rechnet sich ein Elektroauto für Sie.
Ab wann sich ein E-Auto lohnt, haben wir für Sie beispielhaft anhand unterschiedlicher Fahrzeugtypen und -modellen zusammengefasst:
Kleinwagen: Der Renault 5 ist ab etwa 25.000 Euro erhältlich und bereits ab ca. 7.000 jährlichen Kilometern günstiger als vergleichbare Benziner und Diesel-Fahrzeuge. Das macht den Kleinwagen zu einem günstigen E-Auto, das optimal für die Stadt ist.
Kompaktklasse: Der VW ID.3 hat einen Preis von etwa 30.000 Euro und lohnt sich bei 13.000 Kilometern jährlicher Laufleistung mit 43,7 Cent pro Kilometer. Dabei ist er günstiger als ein VW Golf Benziner.
Mittelklasse: In dieser Kategorie gibt es das größte Fahrzeugangebot, das preislich zwischen 35.000 Euro und 70.000 Euro liegt. Darunter fallen Modelle wie Tesla Model 3 oder BMW i4. Mit einer jährlichen Laufleistung von 15.000 Kilometern amortisiert sich ein E-Auto der Mittelklasse nach etwa 5 bis 7 Jahren.
Oberklasse: Zu den Modellen der Oberklasse zählen unter anderem E-Autos wie Tesla Model X oder deutsche Automarken wie BMW iX oder Audi e-tron GT. Sie kosten über 80.000 Euro und rechnen sich ebenfalls wie Mittelklassewagen bei 15.000 Kilometern jährlicher Laufleistung nach ca. 5 Jahren. Nach etwa 90.000 Kilometern ist die Ökobilanz besser als bei einem Diesel.
Kann sich ein E-Auto auch für Wenigfahrende lohnen?
Auch wenn es heißt, dass sich ein Elektroauto lohnt, wenn es eine hohe Laufleistung hat, kann sich ein E-Auto dennoch rechnen, wenn Sie wenig fahren. Kurze Strecken in der Stadt zum Einkaufen oder Pendeln sind mit geringen Betriebskosten, wie etwa für Strom oder Wartung, verbunden. Die im Vergleich zu einem Verbrenner höheren Anschaffungskosten können durch das Laden zu Hause an einer Wallbox oder die besser werdende Ladeinfrastruktur kompensiert werden.
Neben den finanziellen Vorteilen können Wenigfahrende außerdem von exklusiven Park- und Ladeplätzen profitieren. Hinzu kommt, dass ein E-Auto über Nacht zu Hause geladen werden kann, was bei Verbrennern nicht der Fall ist. Ab wann genau sich ein E-Auto für Wenigfahrende lohnt, hängt auch hier von den gefahrenen Kilometern und den Strompreisen ab. Fahren Sie im Jahr weniger als 5.000 bis 6.000 Kilometer sind die ökologischen und finanziellen Vorteile häufig gering, da insbesondere die Produktion des Akkus einen großen Teil der Rechnung einnimmt. Damit es sich auch für Wenigfahrende lohnt, ist es sinnvoll, einen günstigen Kleinwagen statt eines teuren Modells zu wählen.
Ab wann lohnt sich ein Elektroauto: Gesamtkosten sind ausschlaggebend
Immer mehr Menschen denken über einen Umstieg in die Elektromobilität nach, wenn sie ihr altes Auto verkaufen und stattdessen ein neues kaufen möchten. Fragen wie ab wann sich ein Elektroauto lohnt bzw. rentiert, werden dabei häufig gestellt.
Um diese Frage zu klären, hat das Team des ADAC mehrfach die Gesamtkosten von E-Autos analysiert und mit denen von Benzin- und Diesel-Fahrzeugen verglichen. Je nach Modell sind Benziner und Diesel-Fahrzeuge laut Stand Oktober 2025 häufig noch im Vorteil, wenn es um die Anschaffungs- oder Gesamtkosten geht.
Obwohl die Neuwagenpreise für E-Autos über die letzten Jahre gefallen sind, schneiden in der Regel Verbrenner finanziell besser ab als Elektroautos. Das liegt sowohl an Faktoren, wie dem Wertverlust, als auch den derzeitigen Strom- bzw. Spritpreisen.
Ab wann sich ein E-Auto in Zukunft lohnt, kann man nicht pauschal sagen. Es ist jedoch zu erwarten, dass sich die Elektromobilität weiterentwickeln wird und somit lohnenswerter werden könnte. Das zeigt sich schon durch die mittlerweile besseren Batterien der E-Autos und die immer höher werdenden Reichweiten, die Elektroautos bieten.
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Fazit: Ab wann rentiert sich ein Elektroauto wirklich?
E-Autos haben ebenso wie Verbrenner ihre Vor- und Nachteile. Ab wann sich ein Umstieg vom Verbrenner zum E-Auto lohnt, lässt sich nicht pauschal beantworten. Unterschiedliche Kostenfaktoren wie Anschaffungskosten, Strompreise, Wartungskosten, Steuern, Versicherung und der Wertverlust spielen eine Rolle, um sagen zu können, ab wann sich ein Elektroauto rechnet.
Im Vergleich zwischen Verbrenner und E-Auto sind die Gesamtkosten ausschlaggebend. Bisher schneiden Verbrenner im Kostenvergleich in der Regel besser ab als E-Autos. Betrachtet man allerdings die einzelnen Fahrzeugklassen, ist laut ADAC auffällig, dass es ab der unteren Mittelklasse immer wieder Elektroautos gibt, die günstiger sind als vergleichbare Verbrenner-Modelle.
Um die Elektromobilität zu fördern und den Umstieg auf ein Elektroauto lohnenswert zu machen, müssen vor allem die Kaufpreise von E-Autos weiter sinken.
Häufige Fragen zum Thema „Ab wann lohnt sich ein E-Auto“
Ein E-Auto lohnt sich insbesondere für Menschen, die hauptsächlich in der Stadt unterwegs sind oder viele Kurzstrecken fahren. Zudem rechnet sich ein E-Auto auch für diejenigen, die die Möglichkeit haben, dieses zu Hause oder am Arbeitsplatz zu laden. Auch für Vielfahrende kann der Umstieg aufs E-Auto sinnvoll sein, wenn sie von niedrigen Betriebs- und Wartungskosten profitieren sowie eine gute Ladeinfrastruktur nutzen wollen.
Ein E-Auto macht weniger Sinn für diejenigen, die wenig, aber lange Strecken fahren. Denn bei langen Strecken müssen Sie mit längeren Ladezeiten rechnen oder teurere öffentliche Schnellladesäulen nutzen. Davon abgesehen, dass so die Gesamtkostenbilanz ungünstig ausfällt, kann zudem häufiges Schnellladen der Batterie schaden.
Ab wann sich ein Elektroauto rechnet, ist nicht nur von den Anschaffungskosten, sondern auch von den Strompreisen abhängig. Um im Kostenvergleich zum Verbrenner wettbewerbsfähig zu sein, dürfte das Laden des E-Autos nicht mehr als 18 Cent pro kWh kosten. Jedoch kann nicht für alle Modelle pauschal gesagt werden, ab wann und zu welchem Strompreis sich ein E-Auto lohnt. Das hängt zusätzlich stark davon ab, wo Sie Ihr E-Auto laden und welcher Preis damit einhergeht. Sie können etwa zu Hause Haushaltsstrom laden (ca. 30 Cent/kWh) oder spezielle Autostromtarife (ca. 25-30 Cent/kWh) nutzen, die in der Regel günstiger sind als Haushaltsstrom. Können Sie zudem Strom aus der eigenen Solaranlage beziehen, sind die direkten Stromkosten beinahe nicht existent. Die wohl höchsten Strompreise haben öffentliche Ladestationen, die teilweise bei über 60 Cent pro kWh liegen.
Nach etwa 5 Jahren liegt der durchschnittliche Wertverlust eines Elektroautos bei rund 50 Prozent – das ist vergleichbar mit vielen Verbrennern. Die Batterie verfügt zu diesem Zeitpunkt meist noch über 70 bis 80 Prozent ihrer ursprünglichen Kapazität. Wie stark der Akku altert, hängt unter anderem davon ab, wie er regelmäßig geladen wird – das richtige Laden des E-Autos schont die Batterie und kann sich positiv auf die Lebensdauer und damit auch auf die Reichweite auswirken.
Ob und ab wann sich ein E-Auto finanziell lohnt, lässt sich nicht pauschal sagen. Dennoch zeigt sich: Bei einer Fahrleistung von etwa 15.000 Kilometern pro Jahr amortisieren sich viele Modelle bereits nach 5 bis 6 Jahren, insbesondere bei günstigen Strompreisen und niedrigen Wartungskosten.
Die Lebensdauer der Batterie hängt von der Pflege ab. Viele Hersteller geben eine Garantie von 8 Jahren oder 160.000 Kilometern, die eine Mindestkapazität des Akkus von 70 Prozent zusichert. Durchschnittlich halten E-Autos allerdings deutlich länger als ihre Garantiezeit, nämlich 18,4 Jahre oder 200.000 Kilometer. Wie genau sich die Lebensdauer eines E-Autos entwickelt, hängt neben dem Ladeverhalten auch von der Fahrweise und der Wartung ab. Mit schonender Fahrweise, nur seltenem Schnellladen der Batterie sowie dem Vermeiden extremer Temperaturen können Sie die Lebensdauer des Akkus positiv beeinflussen. Auch eine regelmäßige und sachgemäße Wartung kann ebenfalls die Lebensdauer der Batterie verlängern.
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