
Autobatterie: Wie lange hält sie?
Zu den anfälligsten Teilen eines Autos gehört die Batterie. Aber gerade hier kannst Du Pannen leicht vorbeugen. In unserem Ratgeber erklären wir Dir, wie lange eine neue Autobatterie hält – im Durchschnitt und wenn man wenig fährt. Außerdem erfährst Du hier, wovon die Haltbarkeit Deiner Autobatterie abhängt und wie Du ihre Lebensdauer verlängern kannst.
Wie lange hält eine Autobatterie? – das Wichtigste in Kürze
Infos zur Lebensdauer und Haltbarkeit von Autobatterien
Laut dem ADAC kannst Du mit einer Lebensdauer von 4 bis 5 Jahren für Deine Autobatterie rechnen. Dabei gibt es keinen Unterschied zwischen den verschiedenen Autobatterie-Typen wie bspw. Gel- oder wartungsfreien Batterien.
Unabhängig vom Batterietyp hält eine handelsübliche Starterbatterie mit der Voltzahl 12 durchschnittlich 4 bis 5 Jahre. Allerdings können einige Verhaltensweisen zum frühzeitigen Batterietod führen, während manche Autofahrer und Autofahrerinnen damit prahlen können, seit 15 Jahren denselben Akku zu verwenden. Fakt ist, dass die Autobatterie eine der häufigsten Pannenursachen und den Hauptgrund von Mobilitätsverlust darstellt. Das ist superärgerlich für Dich und Deinen Geldbeutel und zudem auch ein echtes Umweltproblem. Denn defekte Batterien müssen aufwendig entsorgt und recycelt werden. Die Profis in unseren Partnerwerkstätten unterstützen Dich gerne bei beim Wechsel und der Entsorgung Deiner Autobatterie.
Wie lange hält eine Autobatterie im Durchschnitt?
Unter idealen Bedingungen hält eine Autobatterie im Durchschnitt zwischen 4 und 5 Jahre. Allerdings beeinflussen diverse Faktoren, wie lange eine neue Autobatterie hält. Fährt man häufig kurze Strecken, führt dies zu einer höheren Belastung der Batterie und einer verminderten Haltbarkeit. Auch Wettereinflüsse wie hohe oder niedrige Temperaturen oder ob Du eine Wenigfahrerin bzw. ein Wenigfahrer bist, entscheiden über die Lebensdauer der Autobatterie.
Warum geht eine Autobatterie überhaupt kaputt?
Wie viele Autofahrende feststellen müssen, sind Autobatterien oft nicht lange haltbar. Grund dafür ist, dass die Zahl der Be- und Entladezyklen, die bei jedem Akku begrenzt ist. Eine häufige Ursache für eine schwächelnde Batterie sind eine defekte Lichtmaschine oder ein defekter Laderegler. Auch ein verschlissener Keilriemen kann eine Ursache dafür sein, dass eine Autobatterie kaputt geht. Dieser kündigt sich in der Regel durch ein deutlich wahrnehmbares Quietschen aus dem Motorraum an.
Besonders im Winter sind Autobatterien stark beansprucht: Bei Kälte laufen die chemischen Prozesse im Inneren der Batterie langsamer ab. Außerdem entsteht durch die Entladung Bleisulfat in der Batterie. Dieses Bleisulfat bildet Kristalle, wenn die Batterie nicht vollständig geladen wird. Diese Kristalle schließen sich mit der Zeit zu immer größeren Ablagerungen zusammen. Dadurch wird die aktive Oberfläche der Elektroden verringert, was wiederum zu einer schlechteren Reaktionsfähigkeit führt. Meist ist nach etwa 4 Jahren so viel Fläche unbrauchbar geworden, dass Du eine deutliche Leistungsminderung der Batterie feststellst. Während des Fahrens können die Kristalle von den Elektroden abfallen und bilden eine Schlammschicht am Boden der Zelle. Ist diese Schicht hoch genug, sodass sie die beiden Elektroden berührt, folgt ein Kurzschluss und die Batterie ist endgültig zerstört.
Die Kristalle können nur durch regelmäßiges, langes Laden der Autobatterie zerstört werden. Leider eröffnet sich hier ein Teufelskreis: Das funktioniert nämlich nur, wenn überhaupt keine Kristalle vorhanden sind. Wie Du es schaffst, dass Deine Autobatterie lange haltbar bleibt, erfährst Du in unseren zusammengestellten Tipps.

10 Tipps, die das Leben Deiner Autobatterie verlängern
Viel stromfressende Bordelektronik belastet die Kapazität Deines Stromspeichers. Ebenso häufige Kurzstrecken und fehlendes Wissen rund um Selbstentladung, Ablagerungen von Bleisulfat und Schmutz an den Elektroden. Auch fehlende Vorsorge für den Winter kann dazu führen, dass die vom Hersteller beworbene Lebensdauerangabe Deines Akkus weit unterschritten wird. Damit Dir das nicht passiert findest Du hier eine Auflistung der idealen Bedingungen, die der vorzeitigen Alterung Deines Blei-Akkus vorbeugen und Dir dabei helfen, seine Haltbarkeit und Anzahl der möglichen Ladezyklen maximal auszuschöpfen.
Den richtigen Batterietyp für Dein Autozu wählen und Deine Fahrgewohnheiten sind die Grundvoraussetzung um die Brauchbarkeitsdauer Deines Akkus zu verlängern. In unserem Ratgeber findest Du alles zu den verschiedenen Batterietypen und welche Autobatterie die richtige für Dein Auto ist.
Autobatterien für Kurzstrecken: Weißt Du von vorneherein, dass Du überwiegend im Stadtverkehr und damit meist eher auf Kurzstrecken unterwegs sein wirst, dann empfiehlt sich beim nächsten Batteriewechsel auf eine teurere aber geeignete AGM-Batterie zurückzugreifen. Diese weist über die gesamte Nutzungsdauer konstruktionsbedingt einen geringeren Innenwiderstand als Standard-Blei-Akkumulatoren auf. Damit gewährt sie einen schnelleren Ladevorgang auf kurzen Strecken und weist im Gegensatz zu Standard Blei-Akkus die dreifache Zyklenlebensdauer auf. Auch solltest Du die Batterie eher zu groß als zu klein wählen, so dass Du auch bei Verwendung moderner Verbraucher wie Sitzheizung und ähnlichem bei Kälte keine Komforteinbußen hinnehmen musst.
Autobatterien für Start-Stopp-Automatik: Bei Fahrzeugen mit Start-Stopp-Automatik geht der Motor etliche Male während der Fahrt aus. Jeder Startvorgang ist mit hohem Energieaufwand verbunden. Um Reparaturen und Mobilitätsverlust vorzubeugen ist hier mindestens die Nutzung einer EFB- besser jedoch AGM-Batterie zu empfehlen. Beide stehen für eine hohe Zyklenlebensdauer. Die AGM-Batterie punktet zusätzlich durch schnelles Laden über die Lichtmaschine, da sie über die gesamte Lebensdauer einen geringen Innenwiderstand aufbaut. Bei geringer Sulfatierung kann der Strom also ungehindert fließen und die Batterielaufzeit wird verlängert.
Alles Wissenswerte zu den verschiedenen Batterietypen findest Du ebenfalls in unserem Ratgeber.
Hast Du noch einen Standard Blei-Akku verbaut empfiehlt es sich, kurze und lange Strecken abzuwechseln. Haben zum Beispiel Du und Dein Partner oder Deine Partnerin beide ein Auto aber andere Fahrgewohnheiten, ist es eine gute Möglichkeit jede Woche die Fahrzeuge zu wechseln. So wird jede Batterie ausgewogen entladen und über die Lichtmaschine wieder aufgeladen.
Wenn Du überwiegend Kurzstrecken fährst, können regelmäßige Erhaltungsladungen durch ein Batterieladegerät die Lebensdauer Deiner Batterie verlängern. Als Faustformel seitens namhafter Hersteller gelten bei häufigen Kurzstrecken 3 Monate als Zeitrahmen für eine Erhaltungsladung. Genauer und bedarfsgerechter ist es, die Batterie mit einem Batterietester zu überprüfen. Solch ein Messgerät führt einen zuverlässigen Batterietest durch und gibt Auskunft über die restliche Kapazität Deiner Batterie. Manche Batterietester sind kombiniert als Ladegerät erhältlich. Nach dem durchgeführten Batterietest kannst Du dann bequem die Funktion als Batterieladegerät nutzen und nach einigen Stunden verfügt Deine Batterie wieder über die volle Kapazität. Wie Du eine Autobatterie richtig laden kannst, erfährst Du ebenfalls in unseren Ratgebern.
Einige Kfz-Haltende schwören auf den Gebrauch von Batteriepulsern. Diese werden über mehrere Stunden auf der Batterie angebracht und sollen durch starke, hochvolt- Impulse Sulfatierungen lösen. Diese treten als Ablagerungen an den Batteriemodulen im Innern der Batterie auf, vor allen bei Standard Blei-Akkus. Langfristig führen sie zu einem erhöhten Innenwiderstand und zur Alterung der Batterie durch Abnahme der Kapazität. Bei zu langen Standzeiten kann es zu einer Tiefentladung der Autobatterie kommen.
Ein Batteriepulser kann helfen, die Ablagerungen zu lösen. Normale Ladegeräte verfügen meist nicht über die benötigte Pulsfunktion, um einen bereits vorhandenen Akkuschaden zu beheben. Batteriepulser sind wie eine Wellnesskur für Deine Batterie. Da sie beim Einbau und bei der Anwendung jedoch Erfahrung im Umgang mit Deinem Kfz und Strom voraussetzen, empfehlen wir Dir Dich bei Problemen mit Deiner Batterie an Profis zu wenden. Unsere Expertinnen und Experten in den Partnerwerkstätten des HUK-Autoservice beraten Dich gerne zu Themen wie Selbst- und Tiefentladung, damit Du den nächsten Winter ohne Starthilfe und Pannendienst auskommst.
Gerade moderne Autos verfügen oft über eine Vielfalt an Fahrzeugelektrik. Über die Notwendigkeit von Sitzheizung oder heizbaren Außenspiegeln lässt sich streiten. Gerade im Winter bei kalten Witterungsverhältnissen solltest Du jedoch die Verbraucher in Deinem Auto erst einschalten, nachdem Du den Motor gestartet hast. Auch danach empfiehlt es sich vor allem auf Kurzstrecken die Bordelektronik spartanisch auszuwählen, um die Lebensdauer Deiner Autobatterie zu verlängern. Beheizbare Front- und Heckscheibe benötigen beispielsweise rund 120 Watt, Nebelscheinwerfer rund 100 Watt und die komfortable Sitzheizung 60 Watt. Viele Verbraucher ziehen leider auch im Stand Strom und sind Pannenursache Nummer eins nach längerer Standzeit. Diese schleichenden Entladevorgänge kannst Du vermindern, indem Du die Stromfresser gemäß der Benutzerregeln deines Autos identifizierst und gegebenenfalls abschaltest. Hierbei können Dir unsere Partnerwerkstätten vom HUK-Autoservice helfen.
Willst Du jedoch auf keinerlei Komfort verzichten, solltest Du Deine Batterie eher groß wählen und regelmäßige Erhaltungsladungen mit einem Ladegerät durchführen.
Im Winter kannst Du einer Minderleistung und einem Akkuschaden leicht vorbeugen, indem Du sie mit einem speziellen Thermoüberzug gegen Minusgrade schützt. Laut einiger Herstellerangaben sorgen bereits Temperaturen um den Gefrierpunkt für Leistungseinbußen an Deinem Blei-Säure-Akku um bis zu 40 Prozent. Vergiss nur nicht den Thermoüberzug zum Frühling und unter wärmeren Bedingungen hin wieder abzunehmen.
Ein absoluter Batteriekiller sind verdreckte Elektroden, Kontakte und Anschlüsse. Über feuchten Schmutz können Kriechstrome die schleichende Entladung Deiner Batterie verursachen. Achte daher auf die Sauberkeit aller Teile und fette die Pole Deiner Batterie zumindest zum Winter hin mit Polfett (Schutzfett gegen Säure) gut ein.
Besonders zum Winter solltest Du Deiner Batterie besondere Aufmerksamkeit schenken. Gönn ihr eine Wellnesskur mit Säuberung, Polfett und regelmäßigen Erhaltungsladungen. So bleibst Du auch bei Minusgraden entspannt mobil.
Um der Bildung von Bleisulfat und damit dem Verlust an Lebenszeit Deiner Batterie vorzubeugen, solltest Du bei geplanten Standzeiten die Batterie ausbauen. In einer temperaturgeschützten Umgebung und an ein Ladegerät mit Erhaltungsfunktion angeschlossen, beugst Du der Tiefentladung und vorzeitigen Alterungsprozessen effektiv vor. So verlängerst Du die Brauchbarkeitsdauer Deines Energiespeichers.
Vor dem totalen Akkuschaden zeigen sich bereits im Gebrauch Deines Fahrzeugs erste Anzeichen, dass die Kapazitätsgrenze Deiner Batterie sinkt. Stottert der Motor beim Anlassen, flackern die Scheinwerfern oder wird das Standlicht bei laufendem Motor schwächer solltest Du unverzüglich aktiv werden! Bring sofort das Testgerät an den Polklemmen an und zögere nicht eine Erhaltungsladung mit Deinem Batterieladegerät durchzuführen. Sollte auch das nicht helfen, solltest Du mit Deinem Auto in eine Werkstatt fahren und Profis nach versteckten Gründen suchen lassen. So kann zum Beispiel auch ein defekter Lichtmaschinenregler dafür sorgen, dass die Autobatterie ungewöhnlich schnell versagt.
Wenn das Messgerät trotz regelmäßiger Nutzung des Ladegeräts niedrige Voltzahlen angibt und auch Deine Fahrgewohnheiten die schnellen Entladevorgänge nicht erklären, dann kann es an der Zeit sein den Säurestand Deiner Batterie zu messen: Dafür eine Batteriezelle nach der anderen mit Säure befüllen, bis ein Stand von 3 bis 6 Millimetern über den Oberkanten der Separatoren erreicht ist. Danach den Akku 20 bis 30 Minuten ruhen lassen und erst dann die Leerlaufspannung messen.
Aber Vorsicht: Den Säurestand aufzufüllen, kann mit gesundheitlichen Schäden wie Verätzungen einhergehen. Daher ist das eine Batteriereparatur, die Du besser Profis überlässt.
Häufige Fragen zur Lebensdauer einer Autobatterie
Elektroautos verfügen sowohl über eine 12 Volt Starterbatterie als auch über meist mehrere Batteriemodule, welche als Antriebsbatterien dienen. Diese Energiespeicher verfügen über sehr hohe Voltzahlen von meist über 400 Volt und sind aufs Schnellladen ausgerichtet. Die meisten Hersteller garantieren daher, dass die Batterie für mind. 8 Jahre oder 160.000 Kilometer über 70 % der ursprünglichen Kapazität hält.
Die Pflege dieser Hochvolt-Stromspeicher hängt sehr vom jeweiligen Hersteller ab und gehört in die Hände von Profis. Bei diesen Voltzahlen droht Lebensgefahr! Hol Dir jetzt noch Rat im Umgang mit Deinem Elektrofahrzeug.
Der ADAC als einer der führenden Pannendienstleistenden Deutschlands beziffert die Lebensdauer einer Starterbatterie auf rund 5 Jahre unabhängig vom Batterietyp.
Für die Starterbatterie gilt rund 5 Jahre unabhängig vom Batterietyp. Die Antriebsbatterie beim Elektrofahrzeug ist ein Lithium-Ionen-Akku. Die leistungsfähigen Modelle halten je nach Hersteller und Nutzung 8 bis 10 Jahre, bevor sie die 70 % Restkapazität unterschreiten. In dieser Zeit sollten sie mindestens 1.000 komplette Ladezyklen überdauern.
Die Lebensdauer einer Autobatterie ist davonabhängig, ob Du Wenigfahrer oder -fahrerin bist, Du viele Kurzstrecken fährst und von den Ladezyklen.
Die Lebenszeit wird vor allem durch die Anzahl der Entladevorgänge, der Zyklenfestigkeit des Batterietyps und dem Umgang mit der Batterie (Nutzung und Pflege) beeinflusst. Durch regelmäßige Überprüfung mit einem Testgerät und bedarfsgerechter Ladung über ein Ladegerät – bei längeren Standzeiten mit Erhaltungsfunktion - kann Alterungsprozessen wirksam vorgebeugt werden. So maximierst Du die Brauchbarkeitsdauer Deiner Batterie.
Plane regelmäßig sogenannte Schnarchladungen ein. Eine Schnarchladung ist ein Ladevorgang bei maximal 3,5 kW (16 Ampere). Dieser dauert zwar wesentlich länger als das beliebte Schnellladen, schont aber langfristig Deine Antriebsbatterie. Bei kalten Witterungsverhältnissen solltest Du zudem beachten, dass Deine Antriebsbatterie stark beansprucht wird und Du Zusatzverbraucher reduzieren solltest. Hersteller empfehlen zumindest für die ersten Kilometer nach dem Start verstärkt auf die Sitzheizung und Lenkradheizung zu setzen da sie direkt am Körper wirken. Erst wenn die Batterie sich erwärmt hat, sollte die Innenraumheizung angestellt werden.
Im Durchschnitt und bei guter Nutzung hält eine 12 Volt-Gel oder AGM-Batterie normalerweise 7 Jahre. Wie lange eine durchschnittliche AGM-Autobatterie dann tatsächlich hält, hängt von vielen Faktoren ab – u. a. von Deinem eigenen Fahrverhalten und der Pflege Deiner Batterie.
Viele Kurzstrecken vermindern die Haltbarkeit einer Autobatterie. Vorbeugen kannst Du am bequemsten, indem Du alle paar Monate längere Autofahrten mit Deinem Fahrzeug (etwa 60 Minuten oder 100 Kilometer) machst. Wenn Du trotzdem dauerhaft nur Kurzstrecken und nie Langstrecken fährst, solltest Du den Akku alle 3 Monate mit einem Ladegerät laden.
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