E-Auto richtig laden

So können Sie Ihr Elektroauto schonend laden

Auf den ersten Blick ist das Laden eines Elektroautos nicht anders als das Tanken eines Verbrenners. Wenn man sich allerdings genau mit dem Ladevorgang beschäftigt, merkt man, dass es einiges zu beachten gibt, wenn man das E-Auto richtig und schonend laden möchte. Denn das kann die Lebensdauer, Leistung und auch Reichweite positiv beeinflussen. 

In diesem Ratgeber finden Sie zehn hilfreiche Tipps, die Ihnen dabei helfen, Ihr E-Auto richtig zu laden und so die Batterie zu schonen. So können Sie in Zukunft den Ladevorgang optimal nutzen und von einer längeren Lebensdauer der Batterie profitieren. 

10 Tipps, um das E-Auto richtig zu laden

Die Batterie ist das Herzstück eines Elektroautos. Das E-Auto richtig und schonend zu laden, kann die Reichweite, Lebensdauer und Leistung des Akkus positiv beeinflussen. Damit Sie möglichst lange etwas von Ihrem Elektroauto haben, gibt es einige Tipps, die Sie beim Laden beachten sollten. 

Bevor Sie laden, sollten Sie prüfen, ob Fahrzeug, Kabel und Ladestation zueinander passen. Denn nicht jeder Stecker passt überall: In Europa sind zum Beispiel der Typ-2-Stecker und das CCS-System weit verbreitet. Welcher Anschluss für Sie der richtige ist, hängt vor allem davon ab, wo und wie Sie Ihr E-Auto laden möchten. 

Da es zu Problemen kommen kann, wenn das E-Auto nicht in der richtigen Reihenfolge mit dem Ladepunkt verbunden wird, wird empfohlen, zuerst das Ladekabel an die Ladesäule zu stecken und anschließend an das Fahrzeug. Nach dem Laden der Batterie ist es wiederum richtig, zuerst den Stecker am E-Auto zu ziehen und dann erst an der Ladestation, falls das Ladekabel dort nicht bereits fest angebracht ist. 

Die Akkus der heutigen Elektroautos bestehen in der Regel aus Lithium-Ionen. Diese vertragen bis zu 1.000 komplette Ladezyklen von bis zu 100 Prozent, bis die Kapazität der Batterie auf 80 Prozent sinkt. Ein vollständiges Aufladen ist im Alltag jedoch meist nicht notwendig – denn ab einem Ladestand von rund 80 Prozent verlängert sich die Ladezeit deutlich, während gleichzeitig die Batterie stärker beansprucht wird. Eine regelmäßige Vollladung kann also die Lebensdauer des Akkus verkürzen. Manchmal ist jedoch das Vollladen wichtig, wenn Sie beispielsweise planen, eine lange Fahrt zu machen. In solchen Fällen sollten Sie so bald wie möglich nach dem Laden losfahren. Das gibt dem Akku die Möglichkeit, sich zeitnah zu entladen und schont die Batterie. 

Um Ihr E-Auto richtig und schonend zu laden, sollten Sie idealerweise jedoch die Ladegrenze von 80 Prozent einhalten. Der optimale Bereich für den Ladestand liegt grundsätzlich zwischen 20 und 80 Prozent. In diesem Bereich arbeitet der Akku besonders effizient und wird geschont. Zudem lässt sich die Zahl der möglichen Ladezyklen – und damit auch die gesamte Lebensdauer des Akkus – sogar deutlich erhöhen, wenn Sie die Batterie regelmäßig nur bis maximal 80 Prozent laden 

Das Elektroauto richtig zu laden, bedeutet auch, es zu Hause zu laden. Es ist nicht nur praktischer, sondern auch günstiger als an öffentlichen Ladesäulen. Wenn man die Ladetarife vergleicht, liegen Sie zu Hause für Strom bei etwa 40 bis 50 Cent pro Kilowattstunde oder weniger. An öffentlichen Ladestationen zahlen Sie bis zu 1,20 Euro pro Kilowattstunde. 

Auch wenn Sie Ihr Fahrzeug an jeder gewöhnlichen Steckdose laden können, ist sie eigentlich nicht für solch eine hohe Ladeleistung und Ladezeit ausgelegt. Um Ihr Elektroauto also richtig und vor allem schonend zu laden, ist es sinnvoll, in eine Wallbox zu Hause zu investieren. Diese macht das Laden effizienter und sicherer. 

Ein weiterer Vorteil beim Laden Ihres E-Autos an der heimischen Wallbox: Sie entscheiden selbst, mit welchem Strom Sie laden – Laden Sie etwa mit 100 Prozent Ökostrom, ist Ihr Elektroauto klimafreundlicher als ein Verbrenner. 

Häufiges Schnellladen an öffentlichen Ladestationen kann dem Akku Ihres Elektroautos schaden, da die Zellen der Batterie dabei stark beansprucht werden und infolgedessen ihre Lebensdauer verkürzt wird. Ab und zu ist das schnelle Laden des Elektroautos kein Problem. Schonender ist es jedoch, nur bei Bedarf an Schnellladesäulen und stattdessen zu Hause langsam an der Wallbox zu laden. 

Zu häufiges Schnellladen an sich kann sich schon negativ auf den Akku Ihres E-Autos auswirken. Das richtige Laden an Schnellladestationen ist demnach umso wichtiger. Steht eine längere Fahrt bevor, ist es sinnvoll, den Akku nicht erst kurz vor der Abfahrt per Schnellladung aufzuladen – insbesondere dann, wenn das Fahrzeug zuvor länger stand und die Batteriezellen noch kühl sind. Viele E-Auto-Fahrende laden deshalb lieber vorausschauend direkt nach der Ankunft, wenn der Akku durch die vorherige Fahrt bereits auf Betriebstemperatur ist. So wird der Ladevorgang für die Batterie Ihres E-Autos schonender. 

Sind Sie unterwegs und wollen einen Ladestopp einlegen, ist es sinnvoll, die manuelle Vortemperierung der Batterie einzuschalten, um das E-Auto richtig und schonend zu laden. So kann die Batterie die zum Laden optimale Temperatur der Zellen einstellen und den Akku beim Ladevorgang schonen. Einige Modelle sorgen automatisch für die richtige Temperatur der Batterie, wenn die Routennavigation mit Ladestopp-Planung aktiv ist. 

Um den Akku Ihres E-Autos richtig zu laden, sollten Sie auf die passende Ladeleistung achten. Dabei gibt es einen Unterschied zwischen dem AC-Laden mit Wechselstrom und DC-Ladestationen mit Gleichstrom. Das Laden mit Wechselstrom hat eine geringere Leistung – in der Regel sind es 22 Kilowatt. Ladesäulen mit Gleichstrom haben eine höhere Leistung von bis zu 350 Kilowatt. 

Mit welcher Ladeleistung Sie Ihr Fahrzeug laden sollten, hängt insbesondere von der maximal möglichen Ladeleistung Ihres E-Autos ab. Laut ADAC kann beispielsweise ein Porsche Taycan oder ein Hyundai Ioniq 5 mit über 200 Kilowatt geladen werden. Beim Renault Zoe liegt die maximale Ladeleistung dagegen bei 50 Kilowatt. 

Häufiges Schnellladen, also das Laden mit Gleichstrom und dadurch mit hohen Ladeleistungen, sollten Sie jedoch möglichst vermeiden. So können Sie die Batterie an Ihrem E-Auto richtig laden und dabei schonen. 

Wie häufig Sie Ihr Elektroauto laden müssen, hängt von Ihrer Nutzung des Autos ab. Wenn Sie es für alltägliche Fahrten von nicht mehr als 30 Kilometern verwenden, ist es in der Regel nicht notwendig, das E-Auto jeden Tag zu laden. Grundsätzlich gilt, dass das Fahrzeug je nach Bedarf geladen werden sollte. Fahren Sie beispielsweise längere Strecken, wie etwa im Urlaub oder auf Ausflügen, ist es sinnvoll, das Auto häufiger zu laden. 

Doch auch wenn Sie Ihren Wagen mehrere Tage oder Wochen nicht bewegen, sollten Sie es zwischendurch aufladen. Schonend für den Akku ist, das E-Auto zu laden, wenn der Ladestand zwischen 50 und 60 Prozent liegt.  

Die Tipps zum richtigen Laden des E-Autos gelten in jeder Jahreszeit. Im Sommer und Winter gibt es allerdings noch ein paar Dinge, die Sie zusätzlich beachten sollten, da große Hitze und extreme Kälte die Lebensdauer des Akkus verkürzen können. Laden Sie Ihr E-Auto im Sommer, dann suchen Sie sich am besten eine Ladestation im Schatten aus oder nutzen Sie Ihre Wallbox in der Garage. Auch unabhängig vom Laden – parken Sie das Auto an heißen Sommertagen besser im Schatten oder in einer Garage. 

Im Winter ist es ebenfalls sinnvoll, das E-Auto in der Garage zu parken, um den Akku vor extremer Kälte zu schützen. Zudem kann so das Vereisen einzelner Komponenten auf Grund von Feuchtigkeit im Auto vermieden werden. Durch schonendes und richtiges Laden kann nicht nur die Lebensdauer der Batterie, sondern auch die Reichweite positiv beeinflusst werden. Daher sollten Sie im Herbst oder Winter das E-Auto möglichst nach einer Fahrt aufladen, da die Batterie noch warm ist und es dabei zu geringeren Ladeverlusten kommt. Auch das Laden am Tag kann sinnvoll sein, vor allem, weil die Temperaturen tagsüber meist höher sind als am Abend oder in der Nacht. 

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Fazit: E-Auto richtig laden und die Lebensdauer des Akkus verbessern 

Das E-Auto richtig zu laden, kann nicht nur Reichweite und Leistung, sondern auch die Lebensdauer des Akkus positiv beeinflussen. Eine Batterie kann optimal funktionieren, wenn Sie sie nicht vollladen, sondern das Aufladen bei 80 Prozent stoppen. Sollten Sie den Akku doch zu 100 Prozent aufladen müssen, weil eine längere Fahrt bevorsteht, empfiehlt es sich, am besten direkt nach dem Laden loszufahren, damit sich der Akku entladen und so geschont werden kann.  

Vermeiden Sie außerdem zu häufiges Schnellladen, was dem Akku insbesondere direkt vor Fahrtbeginn schaden kann. Stattdessen lohnt es sich, das Auto langsam und zu Hause zum günstigeren Ladetarif zu laden. Beachten Sie dabei die maximale Ladeleistung Ihres Fahrzeugs und halten Sie die richtige Reihenfolge beim Laden ein, um Probleme zu vermeiden. 

Da die Temperatur der Batterie beim Aufladen eine Rolle spielt, schont eine Vortemperierung vor dem Aufladen oder das Laden nach einer Fahrt den Akku. Wenn Sie alle Tipps beachten, können Sie sich über eine ordentliche Lebensdauer und Leistung Ihres E-Autos freuen. 

Häufige Fragen zum Thema E-Auto richtig laden

Tägliches Laden Ihres E-Autos kann je nach Nutzung sinnvoll sein, ist aber grundsätzlich nicht notwendig und kann sogar die Lebensdauer des Akkus verkürzen. Machen Sie beispielsweise kurze, alltägliche Fahrten mit Ihrem E-Auto, müssen Sie Ihr Auto nicht jeden Tag aufladen. Solange der Akku im Bereich zwischen 20 und 80 Prozent liegt, ist das Laden nicht notwendig. Legen Sie allerdings jeden Tag längere Strecken zurück, muss unter Umständen das E-Auto häufiger geladen werden. Um den Akku so gut es geht dabei zu schonen, sollten Sie häufiges Schnellladen vermeiden und die Batterie selten auf 100 Prozent vollladen. 

Sobald der Ladestand Ihres E-Autos bei unter 20 Prozent ist, sollten Sie Ihr Fahrzeug laden. Extreme Ladestände von 0 und 100 Prozent sollten Sie vermeiden, da das dem Akku schaden kann. Komplettes Vollladen ist zwar bei langen Fahrten sinnvoll, allerdings sollten Sie den Akku nicht über eine längere Zeit bei 100 Prozent lassen und stattdessen nach dem Vollladen zügig losfahren. So kann sich die Batterie entladen und wird geschont. Grundsätzlich liegt der optimale Ladestand zwischen 20 und 80 Prozent. 

Um Ihr E-Auto richtig zu laden, wird das Laden auf Stufe 2 bzw. AC-Laden empfohlen. Denn das langsamere Laden mit Wechselstrom erzeugt weniger Wärme und trägt so zur Lebensdauer des Akkus bei. Zu Hause zu laden, ist optimal, da langsam und über Nacht geladen werden kann. Das ist nicht nur praktisch, sondern kann auch günstiger sein – vor allem, wenn Sie zu Hause einen speziellen Nacht- oder zeitabhängigen Stromtarif nutzen. In diesen Fällen sind die Ladekosten in der Nacht oft niedriger als am Tag. 

Ein Ladegerät der Stufe 1 entspricht einer herkömmlichen Haushaltssteckdose mit 120 Volt und benötigt dementsprechend etwas länger, um ein E-Auto zu laden. Es ist für den täglichen Gebrauch geeignet, wenn Sie vorwiegend Kurzstrecken mit Ihrem Fahrzeug zurücklegen und die Möglichkeit haben, Ihr E-Auto über Nacht zu laden. Fahren Sie allerdings täglich längeren Strecken, reicht die Stufe 1 zum Laden nicht aus. Dafür sollten Sie, wenn möglich, eine Wallbox zu Hause installieren, oder öffentliche Ladestationen nutzen. 

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