
Das Alter von Reifen: Anhänger, PKW und Wohnmobil
Reifenalter – wann sind Deine Autoreifen zu alt?
Zu alte Reifen können die Sicherheit im Straßenverkehr beeinflussen, weshalb diese regelmäßig überprüft und ausgetauscht werden sollten. Egal ob Allwetter-, Sommer- oder Winterreifen, durch das Fahren nutzen sich diese zunehmen ab, wodurch sich die Bodenhaftung verschlechtert. Auch Umwelteinflüsse wie Niederschläge, Sonneneinstrahlung oder Schnee können den Zustand der Reifen über die Jahre beeinflussen. Wir zeigen Dir, wie Du den Verschleiß Deiner Reifen verringern kannst und wann Du eine unserer Partnerwerkstätten aufsuchen solltest. Deinen Termin kannst Du einfach online bei einer Fachwerkstatt in Deiner Nähe buchen.
Wie kann man beim PKW das Alter von Reifen feststellen?
Das Alter der Reifen bzw. das Produktionsdatum lässt sich anhand der DOT-Nummer eines Reifens feststellen, die sich am Pneus an der Reifenflanke befindet. Die Abkürzung DOT steht für das US-amerikanische Verkehrsministerium Department of Transportation, der vier Ziffern folgen. Steht auf dem Pneus beispielsweise die DOT-Nummer „DOT 1224“, fällt das Herstellungsdatum der Reifen auf die 12. Kalenderwoche des Jahres 2024. Besitzt ein Autoreifen statt vier nur drei Ziffern, so stammt dieser aus dem 20. Jahrhundert und sollte nicht mehr zum Fahren genutzt werden.
Alter von Autoreifen: Darauf solltest du achten
Zwar gibt es für das Alter von Reifen für PKWs, Wohnmobile und Anhänger kaum gesetzliche Regelungen, dennoch sollten die Reifen regelmäßig gewechselt werden, da der TÜV bei abgenutzten Reifen die Prüfplakette verwehren kann. Lediglich für Wohnmobile und Anhänger, die für eine Geschwindigkeit von 100 Kilometer pro Stunde zugelassen werden sollten, wurde per Gesetz ein maximales Alter für Reifen festgelegt. Dieses beträgt sechs Jahre.
Neben einer fehlenden Prüfplakette drohen auch Bußgelder, wenn die Profiltiefe die Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern unterschreitet. Statt des Reifenalters spielt nämlich der Zustand der Reifen eine Rolle, wenn es um die Sicherheit des Fahrzeugs und eine mögliche Gefährdung anderer im Straßenverkehr geht (StVO §1 und §23). Je stärker die Reifen abgenutzt sind, d. h., je geringer die Profiltiefe ausfällt, desto mehr Haftung verliert der Reifen auf der Straße, etwa bei Nässe oder Aquaplaning, aber auch Schnee oder in Kurven.
Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst, solltest Du die KFZ-Reifen ungeachtet des Alters bei einer Profiltiefe von 3,0 Millimetern (Sommerreifen) bzw. 4 Millimetern (Winterreifen) austauschen. Mit einem Profiltiefenmesser können Autofahrer das Reifenprofil selbst messen. Ist ein solcher nicht vorhanden, können auch die Mitarbeiter einer unserer Partnerwerkstätten die Profiltiefe messen.

Wann ist das maximale Alter von Reifen laut Gesetz erreicht?
PKWs | Wohnmobile | Anhänger | 100 km/h Begrenzung | |
|---|---|---|---|---|
Expertenempfehlung | 6 Jahre | 6 Jahre | 6 Jahre | - |
Reifenherstellerempfehlung | 8 Jahre | 8 Jahre | 8 Jahre | - |
Gesetzliche Regelung | - | - | - | 6 Jahre |
Zu alten Reifen vorbeugen: So kannst Du die Lebensdauer Deiner Reifen verlängern
Verschiedene Faktoren beeinflussen, wie schnell sich ein Reifen abnutzt, etwa Lagerungsfehler, Witterungsbedingungen, eine schädigende Fahrweise oder fehlende Pflege. Diesen kannst du durch die richtigen Maßnahmen vorbeugen, wodurch sich die Lebensdauer Deiner Reifen verlängert.
Luftdruck kontrollieren
Wie Bälle oder Luftmatratzen verlieren auch Reifen mit der Zeit Luft. Ein zu geringer Luftdruck kann zum verfrühten Verschleiß der Reifen führen, weshalb Du diesen regelmäßig kontrollieren solltest. Belädst Du Dein Fahrzeug zudem stärker als üblich, solltest du den Reifendruck Deines Autos den Herstellerangaben entsprechend erhöhen, um das zusätzliche Gewicht auszugleichen und Deine Reifen zu schonen.
Auto umparken
Steht ein Fahrzeug wochen- oder monatelang auf derselben Stelle, werden auch die Reifen stets an derselben Stelle belastet. Aus diesem Grund sollte ein selten genutztes Fahrzeug regelmäßig umgeparkt werden.
Reifen richtig aufziehen
Die Vorder- und Hinterreifen werden beim Fahren unterschiedlich abgenutzt, weshalb Experten empfehlen, diese nach etwa 10.000 km zu rotieren. Hierbei solltest Du beachten, dass jeweils die linken Reifen mit den linken Reifen und die rechten Reifen mit den rechten Reifen getauscht werden, niemals über Kreuz.
Lagerung der Reifen
Solltest Du Sommer- und Winterreifen verwenden, kannst Du diese selbst oder in einer Werkstatt lagern. Für die Lagerung von Reifen empfiehlt sich ein dunkler und trockener Ort sowie eine aufrechtstehende Position. Direktes Sonnenlicht kann dazu führen, dass die Gummimischung im Reifen austrocknet, wodurch Risse entstehen.
Ab welchem Alter sollte man die Reifen wechseln?
Wenn Du Sommer- und Winterreifen verwendest, solltest Du die Reifen rechtzeitig selbst wechseln, um einem Verschleiß der Gummimischung im Reifen bei falscher Witterung wie Kälte bei Sommerreifen und Hitze bei Winterreifen vorzubeugen. Sollte nur ein Reifen abgefahren sein, empfiehlt es sich dennoch, mindestens den zweiten Reifen auf der Achse austauschen, etwa beide Vorder- oder beide Hinterräder, um Sicherheitsrisiken zu vermeiden. Am Wohnmobil, Anhänger oder Auto kann es bei alten Reifen zudem vorkommen, dass diese nicht mehr produziert werden, was den Ersatz erschwert.
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Häufige Fragen zum Alter der Reifen
Fährst Du an Deinem KFZ mit alten Reifen, die bereits zahlreiche Kilometer hinter sich haben, kann sich das Unfallrisiko durch den zunehmenden Verschleiß der Gummimischung erhöhen und die Profiltiefe unter den Mindestwert von 1,6 Millimeter sinken. Bei der Hauptuntersuchung kann der TÜV Autofahrern die Prüfplakette verwehren, wenn das Alter der Reifen des Fahrzeugs zu hoch ist. Das Reifenalter erkennt man anhand der DOT-Nummer am Pneus der Reifenflanke, die mit Kalenderwoche und Jahr das Herstellungsdatum angibt. Auch Bußgelder sind möglich, wenn Deine verschlissenen Reifen ein erhöhtes Unfallrisiko im Straßenverkehr darstellen. Aus diesem Grund sollten die Reifen und deren Alter regelmäßig durch eine Fachwerkstatt überprüft und ausgetauscht werden.
Winterreifen müssen auch bei kalten Temperaturen ihre Elastizität erhalten, um genügend Grip auf verschneiten oder vereisten Straßen zu behalten. Experten empfehlen deshalb, diese nach sechs Jahren auszutauschen. Der genaue Zeitpunkt hängt allerdings von zahlreichen Faktoren ab, wie dem Gebrauch der Winterreifen, der Fahrweise, dem Luftdruck der Reifen und der Profiltiefe, die stets über der Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern liegen sollte.
Je nach Lagerung können Neureifen jahrelang auf ihre Montage warten, ohne zu verschleißen. Im Allgemeinen spricht man bei einem Alter der Reifen von bis zu drei Jahren von „fabrikneu“, bei bis zu fünf Jahren von „neu“ seit Herstellung.
Handelt es sich um ein Wohnmobil oder einen Anhänger mit einer Zulassung von 100 Kilometern pro Stunde, so müssen die Reifen spätestens nach sechs Jahren ausgetauscht werden. Wie alt ein Reifen ist, hängt von dem Produktionsdatum ab. Dieses findet sich in Form der vierstelligen DOT-Nummer, die aus der Kalenderwoche und dem Jahr der Produktion besteht.
Für andere Fahrzeuge gilt wie beim PKW keine gesetzliche Regelung des Reifenalters, allerdings sollte die Mindestprofiltiefe von mindestens 1,6 Millimetern beachtet werden.
Alte Reifen können bei einem Auto- oder Reifenhändler entsorgt werden. Manche Wertstoffhöfe und Autowerkstätten nehmen ebenfalls alte Autoreifen zur Entsorgung an. Es ist wichtig, die Reifen nicht einfach im normalen Hausmüll zu entsorgen, da sie spezielle Recyclingprozesse durchlaufen müssen. Durch die fachgerechte Entsorgung wird sichergestellt, dass die Materialien der Reifen umweltfreundlich wiederverwertet oder entsorgt werden.
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