Autoverkauf mit Barzahlung: Worauf müssen Sie achten?

Sichere Bezahlung beim Autoverkauf

Die Bezahlung beim Autokauf vom Händler wird häufig gar nicht so sehr in Frage gestellt, wie die Bezahlung bei einem Privatverkauf. Dabei gibt es viele Möglichkeiten, die jedoch nicht alle unbedingt sicher sind. Damit Sie aber die Risiken möglichst geringhalten können, verraten wir Ihnen, was Sie mit Zahlungen per PayPal, Überweisung, Bundesbank-Scheck, Bargeldtransfer, Treuhandservice oder Barzahlung beim Autoverkauf beachten sollten. 

Welche Möglichkeiten der Bezahlung beim Autoverkauf gibt es?

Entscheiden Sie sich, Ihr Auto privat zu verkaufen, stehen Ihnen mehrere Möglichkeiten der Bezahlung offen: 

  • Barzahlung 

  • PayPal 

  • Überweisung 

  • Bundesbank-Scheck 

  • Bargeldtransfer 

  • Treuhandservice, Reederei und Spedition 

Natürlich gibt es bei jeder Zahlungsart einige Faktoren zu berücksichtigen. So kann etwa die Barzahlung beim Autoverkauf mit manch einer Hürde verbunden sein. Zudem kann es gerade beim privaten Autokauf bei der Bezahlung zu Betrugsmaschen kommen.  

Laut der Initiative Sicherer Autokauf gilt Bargeld als sichere Zahlungsmethode. In der Regel bringt die Käuferin bzw. der Käufer dem Verkäufer oder der Verkäuferin das Geld in bar mit. Dabei wird die gesamte Summe für das jeweilige Fahrzeug als Barzahlung verlangt. Daher sollte die Käuferin oder der Käufer den kompletten Betrag parat haben. Bei einem privaten Autoverkauf gibt es für die Barzahlung keine Obergrenze. Allerdings kann es durchaus vorkommen, dass bei einer Barzahlung Falschgeld untergejubelt wird. 

Auch wenn bei einem Autokauf die Bezahlung über PayPal durch den schnellen und unkomplizierten Vorgang sehr beliebt ist und Käufer- bzw. Verkäuferschutz bietet, eignet sich diese Zahlungsmethode nicht bei einem Autoverkauf. Denn PayPal schließt den Schutz bei Zahlungen für motorisierte Fahrzeuge ausdrücklich aus.  

Dadurch, dass Zahlungen über PayPal zurückgezogen werden können, kann es vorkommen, dass Betrüger oder Betrügerinnen nach der Übergabe des Fahrzeugs ihre Zahlung einfach wieder zurückziehen. So stehen Sie dann ohne Auto und ohne Geld da.

Ein Autoverkauf kann alternativ zur Barzahlung auch per Überweisung abgewickelt werden. Sind Sie der Verkäufer oder die Verkäuferin, bietet diese Zahlungsmethode Ihnen die Vorteile, dass Sie sicher sein können, kein Falschgeld zu bekommen und das Geld im Voraus zu bekommen. 

Für den Käufer bzw. die Käuferin ist die Bezahlung per vorab Überweisung bei einem privaten Autokauf mit Risiken verbunden. So kann es beispielsweise passieren, dass man nach der Überweisung das Auto gar nicht mehr zu sehen bekommt, sein Geld los ist und kein Auto hat. Oder man stellt Mängel am Fahrzeug fest und möchte es doch nicht kaufen. Das überwiesene Geld dann noch zurück zu bekommen, kann in solchen Fällen schwierig werden. 

Allerdings bieten viele Banken auch Echtzeitüberweisungen an. Innerhalb weniger Sekunden kann der Autokauf von privat durch sichere Bezahlung durchgeführt werden. Anschließend können Gebrauchtwagen, Fahrzeugpapiere und Schlüssel übergeben werden. 

Die Bezahlung mit einem Scheck ist wohl nur eine aus amerikanischen Filmen bekannte Zahlungsart. In Deutschland wird sie kaum genutzt. Dennoch bietet sie eine sichere Möglichkeit der Bezahlung beim Autokauf.  

Bundesbank-Schecks funktionieren folgendermaßen: 

  1. Sind Sie der Käufer bzw. die Käuferin, teilen Sie der Deutschen Bundesbank die Höhe des Kaufpreises des Gebrauchtwagens mit.  

  2. Die Bank richtet ein Zwischenkonto ein und bucht den von Ihnen mitgeteilten Betrag auf dieses Konto. 

  3. Im letzten Schritt bekommen Sie von der Bank gegen eine Gebühr zwischen 30 und 80 Euro den Bundesbank-Scheck. 

Das bietet beim Autoverkauf eine gute Alternative zur Barzahlung. So müssen Käufer bzw. Käuferinnen nicht mit einer Tasche voll Bargeld zur Übergabe erscheinen. Und auch Verkäufer und Verkäuferinnen können sich sicher sein, dass das Konto des Käufers oder der Käuferin ausreichend gedeckt ist. 

Da die Bearbeitungszeit in der Regel etwa 3 Werktage beträgt, sollten Käuferinnen und Käufer den Scheck frühzeitig beantragen, um ihn zur Übergabe des Fahrzeugs zu haben. 

Unternehmen wie MoneyGram oder Western Union bieten Bargeldtransfer an. Dieser unterscheidet sich von einer Überweisung darin, dass man für einen Bargeldtransfer kein Konto benötigt. Es handelt sich dabei also um einen Autoverkauf mit Barzahlung über ein Unternehmen. Vereinfacht erklärt, übergibt der Käufer bzw. die Käuferin das Geld an eine Filiale, die es an eine andere gewünschte Filiale versendet. Der Verkäufer bzw. die Verkäuferin kann diesen Betrag sofort an der jeweiligen Filiale und jeweiligen Landeswährung auszahlen lassen. 

Auch wenn diese Zahlungsmethode zur Übersendung von Geld ins Ausland an Familie, Freunde und andere Angehörige praktisch ist, ist sie für einen Autokauf nicht empfehlenswert. Selbst wenn Verkäufer bzw. Verkäuferinnen keine Risiken damit eingehen, bekommen Käufer bzw. Käuferinnen im Falle eines Betruges keine Rückerstattung. Eine sichere Bezahlung beim Autokauf ist es also nicht. 

Neben Reedereien (Schifffahrtsunternehmen) und Speditionen (Transportunternehmen) ist der Autokauf auch über einen Treuhandservice möglich. Diesen bieten häufig Online-Anbieter an. Der Treuhandservice stellt ein unabhängiges drittes Unternehmen dar, das für die Bezahlung als Vermittler zwischen Käufer bzw. Käuferin und Verkäufer bzw. Verkäuferin dient. Erst wenn der Käufer bzw. die Käuferin das Fahrzeug erhalten hat, erhält auch der Verkäufer bzw. die Verkäuferin das Geld. 

Allerdings kommt es in solchen Fällen häufig zu Betrugsversuchen, da es die jeweiligen Firmen wie den Treuhandservice gar nicht gibt. Sobald die Firmen das Geld erhalten, brechen sie jeglichen Kontakt ab und das Geld ist weg. 

Was bedeutet Barzahlung beim Autoverkauf?

Eine Barzahlung beim Autoverkauf bedeutet, dass der Verkauf Zug um Zug abgewickelt werden kann. Dabei übergibt der Käufer bzw. die Käuferin der Verkäuferin bzw. dem Verkäufer den vollständigen Betrag des Kaufpreises. Beide Parteien gehen dabei kaum Risiken ein. Zudem entstehen bei einer Bargeldzahlung keine zusätzlichen Kosten.  

Bei einem Autokauf von privat und einer Bezahlung in bar ist der richtige Ablauf wichtig, um Risiken zu minimieren: 

  • Der Käufer bzw. die Käuferin checkt den Gebrauchtwagen noch einmal genau auf etwaige Mängel

  • Beide Parteien sollten mit dem schriftlich festgelegten Kaufvertrag einverstanden sein, da es in der Regel keine Gewährleistung beim Privatverkauf eines Autos gibt. 

  • Anschließend unterzeichnen beide Parteien den privaten Auto-Kaufvertrag

  • Zu guter Letzt wird Zug um Zug das Geld gegen Auto, Fahrzeugpapiere und Schlüssel getauscht. 

Wichtig ist auch, dass man sich zur Übergabe tagsüber und in der Nähe einer Bank trifft. So können Sie nämlich die Fahrzeugpapiere bis zur Einzahlung des Geldes zurückhalten. Akzeptiert der Bankautomat die Scheine, haben Sie kein Falschgeld erhalten und können die Fahrzeugpapiere beruhigt aushändigen. 

Ist eine Barzahlung beim Autokauf von privat sinnvoll?

Eine Barzahlung gilt sowohl für den Autoverkauf als auch für einen Autokauf von privat als sinnvoll, wenn der volle Kaufpreis auf einen Schlag erbracht werden kann. Das bedeutet, dass sowohl Käufer bzw. Käuferin als auch Verkäufer bzw. Verkäuferin ein geringeres Risiko eingehen als bei anderen Zahlungsmethoden. 

Möchten Sie allerdings einen Gebrauchtwagen von privat kaufen und der Verkäufer oder die Verkäuferin fordert eine Anzahlung, ist Vorsicht geboten, da es sich um einen Betrug handeln könnte. Denn es kann durchaus vorkommen, dass es gar kein zu verkaufendes Auto gibt oder Sie es einfach nie zu Gesicht bekommen und der Verkäufer bzw. die Verkäuferin mit Ihrer Anzahlung einfach verschwindet. Daher gilt bei Barzahlungen: entweder ganz oder gar nicht

Kann man beim Händler bar zahlen?

Grundsätzlich ist eine Barzahlung beim Autoverkauf vom Autohändler möglich. Ob eine Barzahlung akzeptiert wird, hängt jedoch vom jeweiligen Händler ab. Um Geldwäsche zu verhindern, ist zudem eine Barzahlung mit 10.000 Euro gedeckelt. 

Liegt der Kaufpreis über 10.000 Euro und Sie wollen dennoch bar zahlen, muss den Kaufunterlagen ein ausgefülltes Formular für das Geldwäschegesetz beigelegt werden. 

Zahlen Sie bar, geben gewerbliche Händler häufig Preisnachlässe. Wie hoch so ein Preisnachlass ist, hängt davon ab, ob es sich um einen Neu- oder Gebrauchtwagen handelt. Bei Neuwagen können bis zu 20 Prozent Preisnachlass drin sein, während es bei einem Gebrauchten bei etwa 3 Prozent liegt. In jedem Fall kann Ihnen der Händler den Wagen deutlich unter dem Listenpreis verkaufen. 

Was müssen Sie generell beachten?

Die perfekte Bezahlung, um ein Auto sicher zu verkaufen oder zu kaufen, gibt es nicht. Um jedoch nicht nur als Verkäufer oder Verkäuferin, sondern vor allem auch als Käufer bzw. Käuferin eines Fahrzeugs Risiken zu minimieren, können folgende Punkte hilfreich sein: 

  • Bevor Sie einen Kaufvertrag abschließen, sollten Sie sich das Auto genau anschauen und eine Probefahrt machen. 

  • Geben Sie keine Zusagen zum Verkauf oder Kauf eines Fahrzeugs per E-Mail oder WhatsApp ab. 

  • Akzeptiere oder leiste keine Voraus- oder Anzahlung. 

  • Wenn sich etwas zu gut anhört, um wahr zu sein, ist es das häufig nicht.

Wie können Sie sich vor einem Betrug schützen?

Ob per Barzahlung oder anderen Zahlungsarten beim Autoverkauf – es kann immer zu Betrugsversuchen kommen, sowohl von der verkaufenden als auch der kaufenden Partei. Daher müssen Sie abschätzen können, ob es sich um ein sicheres Geschäft handelt. Das geht beispielsweise nur schwer beim Autokauf übers Internet. Denn häufig hat man keinen persönlichen Kontakt zur verkaufenden Person und kann sie daher nur schwer einschätzen. Doch auch unseriöse Händlerinnen oder Händler können bei einem Autokauf auf eine zwielichtige Bezahlung bestehen. Um sich sowohl beim Autoverkauf als auch -kauf vor Betrug zu schützen, sollten Sie sich folgende Fragen stellen

  • Ist der Kaufpreis für das Fahrzeug viel zu niedrig? 

  • Meidet der Verkäufer oder die Verkäuferin den persönlichen Kontakt und drängt zum Kaufabschluss? 

  • Möchte der Käufer oder die Käuferin unbedingt über PayPal zahlen? 

  • Bietet der Verkäufer bzw. die Verkäuferin keine sicheren Zahlungsmethoden an? 

  • Erwartet der Verkäufer oder die Verkäuferin das Geld schon vor der Besichtigung des Fahrzeugs? 

Wenn Sie diese Fragen mit Ja beantworten können, handelt es sich sehr wahrscheinlich um eine Betrugsmasche. Daher sollten Sie lieber die Finger davonlassen. 

Fazit: Eine Barzahlung kann beim Autoverkauf ein sicheres Geschäft bieten

Ein Auto zu verkaufen, ist mit einem großen Aufwand und Papierkram verbunden. Vor allem, wenn es sich um eine sichere Bezahlung handeln soll. Zwar hat sich beim Autoverkauf die Barzahlung als eine der sicheren Zahlungsmethoden etabliert. Doch es gibt immer ein geringes Risiko für Betrugsmaschen, sodass viele Privatverkäufer und -verkäuferinnen einen Autoverkauf nicht auf die leichte Schulter nehmen und den Job lieber Profis überlassen. So können Sie Ihr Auto an einen Händler verkaufen.  

Bei der HUK-Autowelt sparen Sie ich den Aufwand und können Betrugsrisiken umgehen. Denn bei uns verkaufen Sie Ihr Auto bequem, sicher und zu einem fairen Preis.  

Haben Sie noch Fragen?

Sie können uns unter 0211 5423 2350 anrufen oder eine E-Mail an info@huk-autowelt.de senden.

Mo - Fr: 8:00 - 16:30 Uhr

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